Testlauf “Famulaturprojekt der Young Emergency Doctors”

Wenn ich mich an meine Famulaturen während des Medizinstudiums erinnere, war die Tätigkeit in den Ambulanzen der Kliniken extrem spannend. Aber …. die Ärzte, die mich betreut haben, wechselten häufig. Durch die fehlende Kontinuität konnte kein nachhaltiges Vertrauen aufgebaut werden, und ich fühlte mich unterfordert.

Die YED haben dem DGINA Vorstand einen Vorschlag unterbreitet, um die Ausbildung während der Famulatur zu verbessern. Wir alle, einschließlich mir, haben gedacht, dass dies aufgrund der Anforderungen und den damit verbundenen Personalressourcen nicht realisierbar ist. Unser sehr geschätzter Kollege Martin Fandler, Klinikum Nürnberg, hat sich bereits erklärt, in einem Probelauf an unseren Notaufnahmen, dies zu testen. Das Ergebnis können Sie selber nachlesen. Ich bedanke mich für das Engagement und den Bericht! Weiterlesen

Schichtdienst ist ein Problem, aber nicht unlösbar!

Prof. Christ hatte ja am 5. April bereits einen Beitrag über Burnout bei Medizinern in diesem Blog veröffentlicht. Ganz oben in der Liste der betroffenen Fachrichtungen: Notfall- und Intensivmediziner.

In wieweit dies auch in einer durchgehenden Arbeit in einem Schichtsystem begründet ist wird in dieser Arbeit nicht aufgearbeitet.

Präsentation1

(Grafik aus Medscape: http://www.medscape.com/features/slideshow/lifestyle/2013/public#2)

Also ist Schichtdienst in Notfall- und Intensivmedizin kein Problem ?

Die Zwischenauswertung unserer laufenden Umfrage zum Thema Schichtdienst mit bereits mehr als 400 Teilnehmern spricht da eine andere Sprache.

Diese oben genannte Publikation ist ein guter Anlass auch noch einmal an unsere interessante Tagesveranstaltung am 22. Juni in Neu-Isenburg bei Frankfurt zu erinnern, bei der wir uns intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen werden.

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Once again – Stellenwert des Koronar-CTs bei der Abklärung von A.p. in der Notaufnahme

Wir hatten uns ja diesem Thema schon vor längerem gewidmet: Wie ist der Stellenwert eines Koronar-CTs in der Notaufnahme, wenn es um die Abklärung von Chest Pain Patienten geht? Man wird ja immer recht kribbelig, wenn an anderen Standorten bzw. in anderen Ländern entsprechende Abklärungsalgorithmen angeboten werden, diese in der eigenen STruktur jedoch noch nicht vorliegen.

Wie Sie dem früher diskutiertem Artikel entnehmen konnten, bin ich insgesamt sehr sehr skeptisch, was diese Technologie überhaupt und dann speziell in unserem Umfeld angeht. Die Strahlenbelastung möchte ich bei der Entscheidungsfindung noch gar nicht einschließen. Eine interessante Metaanalyse zu dieser Thematik widmet sich dieser Fragestellung …. und die Resultate decken sich optimal mit meiner früheren Einschätzung: Weiterlesen

Eine eMail, die mich nachdenklich gestimmt hat – Burnout bei Medizinern

Ich habe gestern eine eMail weitergeleitet bekommen. Es handelte sich um einen Überblick der aktuellen Themen, welche bei Medscape publiziert wurden.

Sofort ist mir das oberste Thema ins Auge gefallen. Lifestyle und Burnout bei Medizinern. Es wurden über 27 Tsd US-amerikanische Mediziner befragt. Die Ergebnisse regen zum Nachdenken an …. und ich dachte mir noch, dass gerade in den USA keine derart hohe berufliche Unzufriedenheit und Symptome von Burnout vorhanden sind.

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Notfallmedizin leise: Patient mit liegendem Zugang – plötzlich nicht mehr auffindbar…

Wenn ich Posts aus dem englischsprachigen Ausland lese, inklusive der darunter folgenden Kommentare, die über unterschiedliche Regelungen diskutieren wie mit Patienten zu verfahren ist, die mit einer Viggo, Ebbo oder wie auch immer man die Rosanüle am Arm bezeichnen soll, die Klinik verlassen hat, dann wird mir leider einmal mehr schmerzlich bewusst, Weiterlesen

DGINA-Assistentenplattform sucht studentischen Mitstreiter

Liebe Studenten!

Die Assistenten-AG der DGINA ist einer der aktivsten Teile unserer Gesellschaft und beschäftigt sich mit so vielschichtigen Themen wie Fortbildungen, Berufspolitik, Web 2.0., Education und Work-Life Balance. Da wir davon überzeugt sind, dass Notfallmedizin ein Thema mit grosser Zukunft ist und wir diese gerade auch für die nächste Ärztegeneration mitgestalten möchten suchen wir noch ein bis zwei Mitstreiter für unsere Assistentenfraktion aus den Reihen der Studenten. Egal ob ihr eigene Projektideen habt oder einfach bei dem einen oder anderen Schwerpunkt von uns mitarbeiten möchtet, ihr seid herzlich willkommen.

Schickt einfach eine kurze Mitteilung an diesen Blog und wir werden dann mit euch in Kontakt treten.

Interessant – Anzahl der Intensivmedizinischen Betten in Europa

Auch in Deutschland wird immer wieder über den Mangel an intensivmedizinischen Betten geklagt. Tatsächlich kommt es “vermeintlich” zu Engpässen und immer wieder müssen auch wir die Aufnahme von Patienten ablehnen.

In der aktuellen Intensive Care Med ist ein Artikel enthalten, der die Anzahl der Intensivbetten auf das Bruttoinlandsprodukt und auf die Anzahl der Krankenhausbetten über ganz Europa korreliert.

Der Artikel gibt interessante Einblicke, die ich wie folgt zusammenfassen möchte: Weiterlesen

Weitere “Pearls” die Prozesse gegen Notfallmediziner vermeiden können

Und weiter geht es mit den “Medical Malpractice Pearls” von EMRAP:

Der Beitrag aus der Oktoberausgabe ist so immens ergiebig, dass ich beschlossen habe diesen zu trennen, hier kommt Teil 2.

Von uns Notfallmedizinern wird eine Einschätzung der Verlässlichkeit der Patienten erwartet, im Land des Prozesses gab es durchaus welche gegen Ärzte die Patienten (in diesem Falle Kinder mit Eltern mit ausreichenden kognitiven Fähigkeiten) nach Aufklärung nach Hause entlassen haben und die verklagt wurden, weil diese nicht zum “Follow-Up-if-worse” erschienen waren. Es wurde kritisiert, dass die Ärzte diese Unzuverlässigkeit “hätten vorhersehen” können. So weit wird es in D hoffentlich so schnell nicht kommen…

Vorsicht mit Entlassungsdiagnosen, wenn keine klare Diagnose gestellt werden konnte! Lieber den Patienten mit undifferenziertem Bauchschmerz entlassen und ein Follow-Up einstielen, als eine falsche Entlassungsdiagnose “Gastroenteritis”, die sich später als Blinddarm herausstellt…

Kleine Interventionen, kleine Aufklärung ausreichend. Keine Fünfseiter mit allen erdenklichen Komplikationen für die LP. Den Patienten mit ins Boot holen. Bei den Aufklärungen mit gesundem Menschenverstand arbeiten.

Nicht-Muttersprachler: Unsere Aufgabe ist es ein Sprachverständnis sicherzustellen. In unserem System muss es zukünftig einen flächendeckenden Service mit medizinischem Sachverstand geben. Es ist skandalös, dass dies noch nicht die Regel ist.

“Entlassung gegen ärztlichen Rat” – nur verwenden wenn eine Entlassung klar jenseits des aktuellen Standards ist, für alle anderen Fälle ist eine ausreichende ärztliche Dokumentation ausreichend.

Wie wertvoll ist es sich auf Journalartikel zu berufen um eine Entscheidung rechtlich zu begründen? Was ist sicherer, dies oder eine Berufung auf Leitlinien der Fachgesellschaft? Klar letzteres, ein weiterer Grund dafür, dass wir als Fachgesellschaft diese Leitlinien erstellen müssen und zwar welche die an unsere reale Notaufnahmesituation angepasst sind und nicht welche die uns aus Elfenbeintürmchen der Sub-Sub-Sub-Spezialitäten diktiert werden.

 

Kennen Sie Atul Gawande? Standardisierung als Erfolgsgarant für Professionalität in der Medizin?

Nun, wir hatten schon vor längerem über Atul Gawande und seine Ideen einer qualitativ hochwertigen und doch kostengünstigeren Medizin diskutiert. Schauen Sie doch nochmals bei den Artikeln über die Checklists und das Cost Conundrum vorbei. Außerdem hat mich ein früherer Artikel über “ärztliches Coaching” fasziniert.

Nun ist ein neuer Artikel von Gewande im New Yorker erschienen: Big Med. Weiterlesen

Echte “Pearls” zur Vermeidung medicolegaler Konsequenzen in der ZNA

Im Augenblick habe ich ein echtes Faible für EMRAP. Obwohl kostenpflichtig und damit in Kontrast stehend zu den zahlreichen kostenfreien Ressourcen des FOAM Universums sind für EMRAP einfach gute Leute am Werk und das Ganze ist sein Geld wert.

Heute möchte ich einen Beitrag zusammenfassen, der in der Oktoberaausgabe von EMRAP erschienen ist. Das Thema ist “Wie vermeide ich medicolegale Konsequenzen und mache trotzdem gute Medizin?”. Weiterlesen