4. Adventssymposium – Prozedurale Kurznarkosen

Immer wieder ist es beim Notarzteinsatz oder in der Notaufnahme notwendig, eine prozedurale Kurznarkose durchzuführen. Denken Sie an die Reposition bei Schulterluxation oder bei einer Luxationsfraktur. Auf dem 4. Adventssymposium hat sich Kollege Kostja Steiner aus Graz in hervorragender Didaktik diesem Thema gewidmet: Weiterlesen

License to kill – Laryngoskopie als Todesurteil?

Im Schockraum wird die Narkose bei respiratorischer Insuffizienz eingeleitet. Etwa 5min später kommt es zum Herz-Kreislauf-Stillstand des betroffenen Patienten. Kurze Reanimation, erfolgreiche Defibrillation, der Patient geht auf die Intensivstation. Das Schockraumteam klopft sich auf die Schulter: Gut gemacht!

Ist das wirklich so? Oder unterliegen wir hier einem Irrtum … und zwar einem ganz ganz großen? Dieser Frage widmet sich eine ganz aktuelle Arbeit von Heffner et al. um die Arbeitsgruppe von A.E. Jones.  Weiterlesen

Lormetazepam i.v. zur Langzeitsedierung auf Intensivstation?

Der intravenösen Gabe von Lormetazepam (Sedalam; Name der oralen Medikation: Noctamid) werden positive Effekte nachgesagt: Aufgrund der fehlenden Metaboliten sind offensichtlich auch über längerem Zeitraum sedierte Paitenten auf der Intensivstation rasch wach, die Patienten sind ähnlich wie bei Dexmetedomidine erweckbar. Dies würde natürlich vielfältige Vorteile z.B. gegenüber einer Sedierung mit Midazolom bedeuten. Die Tagestherapiekosten liegen in der Höhe von Propofol.

Durch die Verwendung eines venenreizenden Trägerstoffes hat Lormetazepam nur geringe Verbreitung erhalten. Neu ist nun die Substanz in einer neuen Formulierung zur intravenösen Verabreichung zugelassen. Offensichtlich wird die Substanz im intensivmedizinischen Setting mit guten Erfahrungen getestet. Weiterlesen

“Ein Notfall! Schnell, wir müssen intubieren!”

Bei meiner Lieblingsserie der Notfallmedizin-Podcasts gibt es gelegentlich einen sogenannten RANT. Wörtlich übersetzt bedeutet das “Wortschwall” oder gelegentlich auch mit einer etwas negativeren Konnotation “Wutrede”
Vor einiger Zeit bat ich meinen Freund und Kollegen Thomas Plappert, damals noch zu nofame4u-Zeiten auch mal einen Blogbeitrag zu schreiben. Zurück kamen direkt drei, dieser erste gleicht beinahe einem RANT von EmCrit – pointiert und exzellent zu lesen beschäftigt er sich mit dem Thema Atemwegssicherung, ich gebe das Wort an Thomas… Weiterlesen

Know your tools – Oxylog 3000

Eines der Standardequipmentteile in der Notaufnahme ist der Oxylog 3000, gegenwärtig wohl das beliebteste Notaufnahmebeatmungsgerät. Leider sind formale Einführungen in neue Geräte noch längst nicht ubiquitär die Regel und die eine oder andere Auffrischung kann sicher nie schaden, auch wenn man mal eine der seltenen Einführungen genossen hat. Insofern ist es nur ein logischer Schluss sich kurz einmal den wichtigsten Links zu diesem Thema zu widmen.

Wer eine nette Ersteinführung in das Gerät haben möchte wird hier fündig:

Darüber hinaus gibt es als zweiten Schritt den Online Simulator von Draeger wo man an allen Knöpfchen ein wenig rumspielen kann ohne das einem Patienten die Luft ausgeht:

Draeger Simulator für Oxylog 3000

Nun sollte man sich dringend noch die beiden Standard-Podcasts von EmCrit zu Beatmungsstrategien genehmigen. Unterschieden wird in zwei Strategien, einmal die Lung-protective Strategy (für alles andere) und einmal die Obstructive-Strategy (für exazerbierte COPD/ Asthma).

Dominating the Vent Part 1 und Dominating the Vent Part 2

Schlussendlich gibt es noch ein paar “Kochrezepte” wie man die besten Ersteinstellungen findet, aufbauend auf den Podcasts von Scott Weingart.

Einmal für Pressure-controlled mode

und einmal für Volume-controlled mode

Wer dann noch weitere Infos in diesem Bereich sucht wird bei EmCrit und LITFL sicher noch zahlreiche andere interessante Links finden, viel Spass!

 

 

 

 

 

 

 

Präoxygenierung und Intubation des kritisch Kranken

Wer kennt nicht die Situation: Ein Patient mit respiratorischer Insuffizienz verschlechtert sich weiter, die Intubation steht an, und während den Intubationsversuchen kommt es zu relevanten Deoxygenierungen. Welche Techniken gibt es, um dies zu vermeiden?

In einem hervorragenden Übersichtsartikel geht Scott Weingart aus New York, der Autor des bekannten Blogs “emcrit.org” auf die verschiedenen Aspekte ein und stellt eine Übersicht zu verschiedenen Methoden vor, die die Intubation eines kritisch Kranken in Notaufnahme und Intensivstation erleichtern sollten:

1) Die richtige Lagerung des Patienten (20 Grad Oberkörperhochlage, Höhe des Gehörgangs auf Ebene der vorderen Thoraxebene)
2) verschiedene Techniken der Präoxygenierung (Oxygenierung mit High-Flow Nonrebreather Mask, Anwendung von CPAP (z.B. auch NIV) und apneoische Oxygenierung mit High Flow über Nasenmaske) sowie
3) Relaxierung vorzugsweise mit high dose Rocuronium (1.2mg/kg KG)
stellen hierbei wesentliche Grundlagen dar.

Außerdem erklärt Scott die notwendige Pathophysiologie zur Präoxygenierung!

In unserer Klinik wurde ein interprofessionelles Konzept der Rapid Sequence Intubation eingeführt und wird durch Simulation (Intubation des Kritisch Kranken) begleitet, um im Team die einzelnen Arbeiten zu üben und vorab eine Aufgabenzuweisung zu erreichen (Checkliste RSI).

Die Übersicht von Scott gibt wertvolle zusätzliche Hinweise (und bestätigt unseren Weg). Wie macht Ihr die Notfallintubation? Sind die Vorschläge von Scott hilfreich?