Wie funktioniert das Internet?

Das Internet und soziale Medien rücken in den angloamerikanischen Ländern zunehmend in die “Mitte” der notfallmedizinischen Aus- und Weiterbildung. Das Konsumieren von “Blogs”, “Podcasts” und die Teilnahme an virtuellen Diskussionen ist schon längst nicht mehr beschränkt auf einzelne Internet-Verrückte, sondern wird von hochkarätigen Persönlichkeiten getragen. Gleichzeitig erreicht die Qualität der veröffentlichen Artikel ebenso wie die schiere Anzahl neue Rekordzahlen – und alles unter dem Stichtwort “FOAM”.

Wer wissen will, was das bedeutet und wie man in diese großartige Welt voller Wissen eintaucht, sieht sich am besten dieses kurze Video an. Konkret und praxisnah – wie üblich – von den Notfallmedizinern Weingart und Thoma.

Und in Deutschland? Die Anzahl “großer” Notfallmedizin-Blogs lässt sich noch relativ einfach an einer Hand abzählen, open-access ist nicht weit verbreitet und auch gute, regelmäßig aktuelle Notfall-Podcasts sucht man vergeblich. Doch – wie auch beim Facharzt für Notfallmedizin – es geht voran! Die Kollegen von “wAIN’s world” bringen regelmäßig hervorragend ausgearbeitete, gute Themen aus der Anästhesie, vor allem aber auch Notfallmedizin. Auch auf den nationalen Kongressen wird hin und wieder von “Sozialen Medien” gesprochen.

Zum Thema Fortschritt: Abseits der ganzen Begeisterung für das Fach sind auch ökonomische Aspekte und das zukünftige Management einer zentralen Notaufnahme eine wichtiger und reeller Faktor. Barbara Hogan et. al. publizierten zu diesem Thema kürzlich in “Management & Krankenhaus” zum Thema “Emergency Center of Excellence”. Hier wird die Rolle der zentralen Notfallversorgung auch in der Wertschöpfung eines Krankenhauses bzw. Konzerns geschildert. Hogan, von Reinersdorff, Rasche: Strategische und operative Notaufnahme-Steuerung als Wertschöpfungsimperativ

Less is more ….

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde am Montag ein hochinteressantes (und brisantes) Thema aufgegriffen: Wenn Ärzte (im konkreten Fall Kardiologen) auf Kongress sind, dann hat es welche Auswirkungen auf die Sterblichkeit der betroffenen Kliniken? Weiterlesen

Evidence based medicine – movement in crisis?

In einem ganz aktuellen Artikel im Deutschen Ärzteblatt wird das Thema der Evidence Based Medicine aufgegriffen. “Kein L’art pour l’art” ist der Artikel betitelt, den ein niedergelassener Gastroenterologe verfasst hat. Weiterlesen

Don´t think, try the experiment!

Zufällig bin ich wieder über einen bereits von mir archivierten Essay aus dem Deutschen Ärzteblatt gestolpert. Der Herausgeber des Dt. Ärzteblattes, Prof. Baethge, schreibt in einem exzellenten Artikel über das große Thema der “Evidenz basierten Medizin” und diskutiert die in Deutschland bisher unzureichende Umsetzung von EBM in die klinische Praxis. Weiterlesen

Warten in der Notaufnahme – Normal oder no-go?

Liebe Kolleginnen und Kollegen. Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Häufig müssen speziell in diesen Tagen die Patienten, die sich in den Notaufnahmen vorstellen, warten. Etwas ganz Normales in Notaufnahmen.

 Ein hochinteressanter und differenzierter Artikel aus dem Dt. Ärzteblatt geht auf die Aspekte des „Wartens in Kliniken“ ein. Wirklich lesenswert! Vielleicht auch eine Anregung, doch Veränderung herbeizuführen. Vorschläge hierzu finden sich in dem exzellenten Buch von Kollegen Walker (Das Notfall-Flusskonzept).

Highlights – high life!

Vier fantastische Tage am DGINA-Kongress in Nürnberg gehen zu Ende. Erschöpft, doch sehr zufrieden erlaube ich mir, über einige Highlights der letzten Tage aus Sicht eines Assistenzarztes zu berichten.

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Direkt vor der Jahrestagung starteten zahlreiche hochqualitative Workshops – der European Trauma Course fand ebenso statt wie ein EKG-Kurs für Spezialisten, der Simulations-Workshop “Intubation des kritisch Kranken – RSI” und eine Neuheit – der Kurs “Notfalltechniken für junge Ärzte” – hier war der Fokus auf praktischer Übung verschiedenster Notfalltechniken für junge Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende kurz vor Ende des Studiums. Neben alternativen, intraossären und ultraschallgezielten Zugangsmöglichkeiten wurde eFAST und Thorax-Ultraschall geübt, konventionelle und videounterstützte Laryngoskopie, der chirurgische Atemweg und die Thoraxdrainage am Tiermodell – und einiges mehr. Die TeilnehmerInnen waren voll bei der Sache und das Feedback begeistert.

Am regulären Kongress fanden neben zahlreichen hochqualitativen Vorträgen auch interaktive Sessions am “Plärrer” statt – einer Bühne direkt in der Mitte der Kongresshalle. Hier wurden unter anderem innovative Lehrmodelle für Studierende im Bereich Notfallmedizin vorgestellt, außerdem fand eine spannende Diskusssion zum Thema “Extreme Medizin” mit hochkarätigen Vortragenden (Davies – London’s Air Ambulance, Friedrich – SEK Bayern, Puchwein – Graz) statt. Nicht nur für den Ersteller dieser Zeilen, sondern auch für die vielen ZuseherInnen eines der absoluten Highlights. Zwei Zitate, an die sich viele noch länger erinnern können. “You can’t kill a dead person” und “Always follow your heart – in crisis you need to do what you believe is right”.

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Schon zum zweiten Mal wurde der SimCup ausgerichtet. Organisiert von einem engagierten Team rund um P. Gotthardt aus Nürnberg traten vier Schockraumteams in verschiedenen High-Fidelity-Simulationsszenarien gegeneinander an. Nach allgemein tollen Leistungen aller Teams setzte sich knapp das Team aus Bamberg durch. Besonders hervorstechend: Das junge Team aus Graz (2 junge ÄrztInnen, 2 Studenten), das eine beeindruckende Leistung ablieferte.

Neben Highlights gab es natürlich auch High-Life. Beim Treffen der “Young DGINA” trafen sich junge Notfallmedizinerinnen und -mediziner – und übernahmen gleich mal eine ganze Bar. Am Freitag fand der komplett aus- und überbuchte Gesellschaftsabend im spektakulären Setting des Museums für Industriekultur statt.

Wie kann man diese Tage am besten zusammenfassen? Nun, ein Kollege hat das heute recht trocken und passend geschafft: “Saugut war’s. Nächstes Jahr Köln. Fix!!”.

 

Der Countdown läuft – DGINA Tagung startet diese Woche

Hallo. Es freut uns sehr, dass sogar Scott Weingart, New York, USA, unsere DGINA Tagung unterstützt. In seinem Kurzvideo stellt er kurz die Notfallmedizin in New York dar.

Die DGINA Jahrestagung startet am kommenden Donnerstag, 6.11.2014. Schwerpunktthemen werden sei: 1) Wie gehen Krankenhäuser mit Ebola um? 2) Optimierung der Qualität in der Notfallmedizinischen Versorgung 3) Finanzierung der Notfallmedizin.

Bereits am Mittwoch Abend, 19:00h, findet LIVE in der Meistersingerhalle  später als Webinar abrufbare Vorträge zum Thema “Reanimation” statt. Prof. Fischer aus Göppingen und Dr. D. Marx (www.faktormens.ch) berichten aktuelles zum Thema! Stay tuned!!!!