Propofol für therapierefraktäre Migräne?

Eher per Zufall bin ich bei der Suche nach interessanten notfallmedizinischen Themen auf diesen Artikel gestossen, der eine interessante Fallserie beschreibt, in der subanästhestische Dosen von Propofol für Patienten mit einer konventionellen Therapieformen (NSAR, Triptane) nicht mehr zugänglichen Migräne verabreicht wurden. Es zeigte sich eine beeindruckende Besserung der Beschwerden mit einer durchschnittlichen Minderung der Schmerzsymptomatik von 8/10 auf ca. 1/10 auf der visuellen Analogskala. Begründet wird die Wirksamkeit über die GABA-agonistische Wirkung des Propofols.

Limitierend muss man sagen, dass es sich bei der Studie um eine nicht verblindete reine Fallstudie mit einer n=8 handelt, trotzdem finde ich den Artikel sehr interessant. Insbesondere da sich im Literaturverzeichnis des Artikels weitere Links zu (ebenfalls leider nur Fallserien) mit ähnlichen Hinweisen finden.

Ebenso wurden in der Fallserie keine ernsthaften Nebeneffekte sichtbar, bis auf einen einzelnen nachgewiesenen Sättigungsabfall auf 89% der jedoch eine Monitoringnotwendigkeit für die kurze (maximal 30 Minuten) andauernde Therapiephase nahelegt.

Ein gutes Beispiel dass innovative Therapiekonzepte zur Notfalltherapie gängiger Notaufnahme-Krankheitsbilder mehr denn je gefragt sind…

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