ECMO für Überlebende eines Herz-Kreislauf-Stillstands?

Guten Morgen! Habe gerade einen sehr spannenden Artikel im Crit Care Med gelesen:

Kollegen aus Japan haben in einem statistisch sehr aufwändigen Artikel den Stellenwert einer extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation mit der “Standard Care” verglichen.

Bei Patienten mit beobachtetem Out-of-Hospital Cardiac Arrest wurde nach Entscheidung des diensthabenden Notfallmediziner eine venoarterielle ECMO angelegt oder eben nicht. Die Patienten hatten eine mehr als 20min dauernde kardiopulmonale Reanimation, die Ursache sollte kardialer Genese sein. Nahezu 30% der ECMO Gruppe können das Krankenhaus ohne relevante neurologsiche Defizite verlassen, aber nur 8,3% der Kontrollgruppe (entspricht dem Outcome aus weltweiten Studien). Ähnlcihe Erfahrungen wurde ja auch im Allgemeinen Krankenhaus in Wien gemacht. Die Kollegen berichten im Intensiv-News über hervorragende Ergebnisse.

Interessant finde ich noch ein Nebenergebnis der Studie: Bei einer Pupillengröße >6mm des reanimierten Patienten beim Eintreffen ins Krankenhaus hat keiner der Betroffenen überlebt. Die Autoren postulieren, dass dieser Parameter evtl. ein Entscheidungskriterium für den Einsatz derart aufwändiger Verfahren wie die V-A ECMO darstellen könnte.

Sicherlich steht ECMO nur bestimmten Zentren zur Verfügung, aber die ERgebnisse, die auch in anderen Studien bestätigt werden, stehen für sich. Vielleicht doch ein Argument für “Resuscitation Centers” wie es offfensichtlich schon flächendeckend in Korea implementiert ist.

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